Aufbau und Funktion
Die Sitemap, im Alltag oft nur kurz Sitemap genannt, liegt meist unter /sitemap.xml oder wird von einem Plugin als Index mit mehreren Teil-Dateien erzeugt. Jeder Eintrag enthält die Adresse einer Seite und optional das Datum der letzten Änderung. Sie folgt dem Sitemap-Protokoll, das Google, Bing und andere Suchmaschinen verstehen.
Eine einzelne Datei darf höchstens 50.000 URLs enthalten und nicht größer als 50 Megabyte unkomprimiert sein. Größere Bestände werden auf mehrere Dateien verteilt.
Einreichen und pflegen
Der Pfad wird in der Google Search Console eingetragen und kann zusätzlich in der robots.txt angegeben werden. Dort zeigt Google auch, wie viele URLs erkannt wurden und ob Fehler auftreten. Eine aktuelle Datei ist wichtiger als eine große: Sie sollte nur Adressen enthalten, die erreichbar, indexierbar und kanonisch sind.
Das Änderungsdatum nutzt Google nur, wenn es verlässlich stimmt. Die Angaben zu Priorität und Änderungshäufigkeit werden dagegen ignoriert.
Bedeutung für SEO
Eine Sitemap ersetzt weder interne Verlinkung noch Qualität, hilft aber besonders bei neuen Websites, sehr großen Seiten oder Bereichen mit wenig eingehenden Verlinkungen. Sie sorgt dafür, dass Crawler Inhalte schneller entdecken. Ob die Datei korrekt aufgebaut ist, prüft ein SEO-Check der Indexierungsgrundlagen.
Für die schnelle Benachrichtigung über Änderungen existieren Protokolle wie IndexNow, die bei einigen Suchmaschinen ergänzend wirken.
Häufige Fehler
Typisch sind Sitemaps mit Weiterleitungen, Fehlerseiten oder Noindex-Seiten. Sie senden widersprüchliche Signale und verwässern die Aussagekraft. Ebenso problematisch sind veraltete Dateien, die gelöschte Seiten weiter auflisten.
Nicht zu verwechseln ist die XML-Sitemap mit einer HTML-Sitemap, die als Navigationshilfe für Besucher dient.
Bei großen Websites bietet sich eine Aufteilung nach Inhaltstypen an, etwa getrennt für Artikel, Produkte und Kategorien. So lässt sich in der Search Console gezielt sehen, in welchem Bereich Indexierungsprobleme auftreten, und die Fehlersuche wird deutlich einfacher.
Bei großen Websites bietet sich eine Aufteilung nach Inhaltstypen an, etwa getrennt für Artikel, Produkte und Kategorien. So lässt sich in der Search Console gezielt sehen, in welchem Bereich Indexierungsprobleme auftreten, und die Fehlersuche wird deutlich einfacher.