Was DNS ist
Computer im Netz verständigen sich über numerische IP-Adressen, Menschen merken sich lieber Namen. Das Domain Name System vermittelt zwischen beiden Welten. Es funktioniert wie ein großes, verteiltes Telefonbuch, das zu jedem Namen die zugehörige Adresse nennt.
Anders als eine zentrale Liste ist DNS hierarchisch aufgebaut: Von der Wurzel über die Top-Level-Domains bis zu den Nameservern der einzelnen Domains. Jede Ebene weiß, an wen sie weiterverweisen muss.
Wie eine Abfrage abläuft
Gibt ein Nutzer eine Adresse ein, fragt sein Gerät zunächst einen Resolver, meist beim Internetanbieter oder einem öffentlichen Dienst. Dieser befragt bei Bedarf die Wurzel, dann die zuständigen Nameserver der Endung und schließlich den Nameserver der Domain. Die Antwort wird für eine festgelegte Zeit zwischengespeichert, die sogenannte TTL.
Im Alltag wichtig sind verschiedene Eintragstypen. Der A-Record verweist auf eine IPv4-Adresse, AAAA auf eine IPv6-Adresse, CNAME auf einen anderen Namen, MX regelt den Mailversand, TXT enthält Zusatzangaben etwa zur Verifizierung. Änderungen werden nicht überall gleichzeitig wirksam, weil Zwischenspeicher erst ablaufen müssen.
Ein praktisches Beispiel ist der Umzug einer Website: Vor dem Wechsel senkt man die TTL, damit sich Änderungen schneller verbreiten, trägt dann die neue IP-Adresse ein und prüft, ob alle Subdomains und Mail-Einträge korrekt aufgelöst werden. So bleibt die Ausfallzeit gering. Zur Kontrolle dienen Abfragewerkzeuge, die die Antworten verschiedener Nameserver anzeigen.
Bedeutung für SEO und Betrieb
Fehlerhafte DNS-Einstellungen führen dazu, dass eine Website nicht erreichbar ist. Langsame Nameserver können die Ladezeit leicht verlängern. Bei einem Serverumzug oder Domainwechsel müssen die Einträge rechtzeitig angepasst werden. Wer eine Domain erwirbt, richtet das DNS in der Regel als einen der ersten Schritte ein; Hilfestellung dazu bieten Anbieter für Domain kaufen und Betreuung.
Fehler und Abgrenzung
Häufige Fehler sind vergessene www-Einträge, falsche Mail-Einträge nach dem Anbieterwechsel und zu kurz oder zu lange eingestellte TTL-Werte. DNS ist nicht gleichzusetzen mit Hosting: Der Nameserver zeigt nur den Weg zum Server, auf dem die Website liegt. Zur Struktur einer Adresse siehe auch Subdomain und Top-Level-Domain.