Bedeutung im Detail
Das Attribut nofollow wurde 2005 eingeführt, um Kommentarspam einzudämmen. Betreiber konnten damit ausdrücken, dass sie für einen Link nicht bürgen. Der Verweis bleibt für Besucher klickbar, soll aber nicht als Empfehlung im Sinne des Rankings zählen. Ein „nofollow link“ ist demnach das Gegenstück zum gewöhnlichen Dofollow-Link.
Umgesetzt wird es im HTML mit einem Zusatz im Link-Tag, zum Beispiel rel="nofollow". Alternativ lässt sich per Meta-Robots-Angabe die gesamte Seite so markieren, dass keinem Link gefolgt werden soll.
Wie Google Nofollow behandelt
Seit März 2020 versteht Google nofollow als Hinweis (Hint), nicht mehr als verbindliche Anweisung. Das heißt, die Suchmaschine entscheidet selbst, ob sie den Link zur Entdeckung von Seiten oder als schwaches Signal nutzt. Neben nofollow existieren die spezielleren Werte sponsored für bezahlte Platzierungen und ugc für nutzergenerierte Inhalte, die man auch kombinieren kann.
Typische Anwendungsfälle sind Links in Kommentaren, Forenbeiträgen, Anzeigen und bei Verweisen auf Seiten, denen man nicht ausdrücklich vertrauen möchte.
Bedeutung für SEO
Für den Aufbau eines natürlichen Linkprofils sind Nofollow-Links sinnvoll. Ein Profil, das ausschließlich aus Dofollow-Verweisen besteht, wirkt konstruiert. Zusätzlich liefern Nofollow-Verweise Reichweite, Markenbekanntheit und gelegentlich direkten Traffic. Auch für KI-Systeme kann die reine Erwähnung einer Marke in thematischem Umfeld relevant sein, unabhängig vom Attribut.
Wer gezielt Rankingwirkung erzielen will, setzt vorrangig auf Verweise ohne Einschränkung, etwa über Backlinks aus redaktionellen Quellen. Die Grundlagen zum Thema liefert außerdem der Eintrag Backlink.
Häufige Fehler
Ein verbreiteter Fehler besteht darin, interne Links auf eigene wichtige Seiten mit nofollow zu versehen. Dadurch gibt man ohne Not Signale auf. Ebenso falsch ist es, bezahlte Links ohne Kennzeichnung zu setzen, denn Google verlangt für gesponserte Verweise sponsored oder nofollow. Schließlich gilt: Wer externe Links aus Angst vor Autoritätsverlust pauschal mit nofollow versieht, verschlechtert unter Umständen die Qualität seiner Inhalte, weil sinnvolle Quellen nicht mehr als Empfehlung auftreten.