Definition und Umsetzung
Mit dem Wert noindex teilt eine Website Suchmaschinen mit, dass eine bestimmte URL nicht in den Ergebnissen erscheinen soll. Üblich ist ein Meta-Tag im Kopfbereich der Seite, das den Robots-Wert „noindex“ enthält. Für Dateien ohne HTML, etwa PDFs, lässt sich dieselbe Anweisung über den HTTP-Header X-Robots-Tag senden.
In WordPress und anderen Systemen setzen SEO-Plugins den Wert mit einer Einstellung pro Seite oder pro Inhaltstyp.
Wann Noindex sinnvoll ist
Typische Kandidaten sind interne Suchergebnisseiten, Danke- und Bestätigungsseiten, Kundenkonten, Testumgebungen oder Seiten mit sehr dünnem Inhalt. Sie sollen funktionieren, aber nicht in der Suche auftauchen. Auch rechtliche Seiten ohne Suchbedarf werden gelegentlich ausgeschlossen.
Ein wichtiger Unterschied zum Sperren per robots.txt: Noindex betrifft die Aufnahme in den Index, nicht das Crawlen. Die Seite wird weiter abgerufen, damit die Anweisung gelesen werden kann.
Häufige Fehler
Der klassische Fehler ist die Kombination mit einer Sperre in der robots.txt. Darf der Crawler die Seite nicht abrufen, sieht er das Noindex nie, und die URL kann trotzdem indexiert bleiben. Gefährlich ist auch ein Noindex, der nach dem Relaunch versehentlich aktiv bleibt, etwa weil die Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ in den WordPress-Einstellungen gesetzt war.
Solche Fehler kosten Sichtbarkeit, ohne dass sie sofort auffallen. Ein regelmäßiger SEO-Check der Indexierung deckt sie auf.
Kontrolle und Abgrenzung
Die URL-Prüfung der Search Console zeigt, ob Google eine Seite als ausgeschlossen wegen Noindex führt. Das Entfernen aus dem Index dauert, bis die Seite erneut gecrawlt wurde. Für schnelle Ausnahmen existiert ein Werkzeug zum vorübergehenden Entfernen, das jedoch keinen dauerhaften Ersatz darstellt.
Nicht zu verwechseln ist Noindex mit dem Canonical-Tag, das auf eine bevorzugte Version verweist, oder mit Nofollow, das Links betrifft. Mehr zur Indexierung bietet der Ratgeber Google-Indexierung.