Was Affiliate-Marketing ist
Beim Affiliate-Marketing, auch Partnermarketing genannt, empfiehlt ein Publisher die Produkte eines Händlers auf seiner Website, in einem Newsletter oder in sozialen Medien. Klickt ein Nutzer auf einen speziellen Link und kauft, bekommt der Empfehlende eine Provision. Dem Nutzer entstehen dadurch keine höheren Kosten.
Die Abrechnung erfolgt je nach Programm pro Verkauf, pro Lead oder seltener pro Klick. Abgewickelt wird sie meist über Affiliate-Netzwerke oder über eigene Partnerprogramme von Händlern, die per Tracking den Ursprung eines Kaufs erfassen.
Beispiel und Ablauf
Ein Ratgeberportal vergleicht Kaffeemaschinen und setzt unter jeden Test einen Link zu einem Händler. Ein Leser klickt, kauft und der Händler zahlt dem Portal eine Provision. Das Portal verdient also nur bei erfolgreicher Vermittlung.
Dieses Modell ist bei Nischenseiten verbreitet, weil sich Inhalte mit Kaufabsicht gut verknüpfen lassen. Bewertungen, Vergleiche und Ratgeber sind typische Formate. Mehr zum Seitentyp steht im Eintrag Nischenseite.
Für die Qualität einer Affiliate-Seite sind eigene Erfahrungen, nachvollziehbare Testkriterien und ehrliche Hinweise auf Nachteile entscheidend. Vergleiche, die nur Herstellerangaben wiederholen, geben Lesern wenig und werden von Suchsystemen zunehmend als austauschbar erkannt. Wer Produkte tatsächlich nutzt und dokumentiert, schafft Inhalte, die sich von der Masse abheben.
Bedeutung für SEO und rechtliche Hinweise
Affiliate-Links sind werbliche Links. Google empfiehlt, sie mit rel=sponsored oder nofollow zu kennzeichnen. Zusätzlich müssen Nutzer in Deutschland erkennen können, dass es sich um Werbung handelt; die Kennzeichnung ist rechtlich geregelt. Einzelheiten sollte man bei Bedarf rechtlich prüfen lassen.
Für das Ranking zählt, ob die Seite eigenständigen Mehrwert bietet. Seiten, die nur Produktdaten aus Händlerfeeds wiedergeben, gelten als dünn und werden von Google tendenziell abgewertet. Wer eine bestehende Seite mit Einnahmen übernehmen will, informiert sich unter Webseite kaufen.
Häufige Fehler
Fehler sind übertriebene Werbesprache, fehlende Kennzeichnung, Abhängigkeit von einem einzigen Programm und das Ignorieren der Suchintention. Ebenso problematisch ist es, Produkte zu empfehlen, die man nie geprüft hat. Das schadet dem Vertrauen und steht im Widerspruch zu Googles Anforderungen an hilfreiche Inhalte. Die Abgrenzung zu bezahlten Links liefert der Eintrag rel=sponsored.