Funktionsweise
Der Reseller steht zwischen Anbieter und Kunde. Er kauft Kontingente, Lizenzen oder Leistungen zu einem Einkaufspreis und verkauft sie mit eigener Marge. Dafür übernimmt er meist Beratung, Rechnungsstellung und ersten Kundensupport.
Typische Felder sind Hosting, Domains, Software und Marketing-Dienstleistungen. Bei Domains kaufen Reseller etwa Registrierungen beim Registrar und bieten sie unter eigenem Namen an.
In der IT ist das Reseller-Prinzip weit verbreitet, zum Beispiel bei Domains, Servern und Lizenzen. Dabei sorgt oft ein Partnerportal für Bestellung, Abrechnung und Support, sodass der Wiederverkäufer sich auf den Vertrieb konzentriert.
Reseller im Online-Marketing
Agenturen und Freelancer nutzen das Modell, um ihr Angebot zu erweitern, ohne selbst Produktion aufzubauen. Wer Backlinks, Content oder KI-Sichtbarkeit weiterverkauft, bekommt Zugriff auf ein bestehendes Portfolio und kalkuliert nur die eigene Marge. Das Konzept dahinter beschreibt die Seite zum Reseller-Programm.
Wichtig sind klare Konditionen: Mindestabnahme, Preisstaffeln, Lieferzeiten, Haftung und Support-Wege sollten schriftlich festgehalten werden.
Abgrenzung
Der Reseller tritt häufig unter Herstellernamen auf, beim Whitelabel-Modell erscheint dagegen nur die Marke des Vertreibers. Beide Formen lassen sich mischen.
Vom Affiliate unterscheidet er sich durch Vertragsbeziehung: Ein Affiliate vermittelt gegen Provision, der Reseller kauft und verkauft selbst und trägt Verantwortung gegenüber seinen Kunden.
Voraussetzungen und Risiken
Für den Erfolg als Reseller zählen Produktkenntnis und ein verlässlicher Lieferant. Fällt der Anbieter aus, steht der Weiterverkäufer gegenüber dem Kunden dennoch in der Pflicht. Deshalb sollten Ausfallregelungen und Alternativen bekannt sein.
Zudem ist die Marge begrenzt. Wer nur Preise weitergibt, steht im Wettbewerb mit dem Hersteller. Mehrwert entsteht durch Beratung, Betreuung und Bündelung mehrerer Leistungen.