Was Thin Content bedeutet
Thin Content, auf Deutsch dünner Inhalt, ist kein fester Grenzwert bei der Wortzahl. Entscheidend ist der Nutzen: Eine Seite gilt als dünn, wenn sie dem Besucher nichts bietet, was er nicht schon woanders besser bekommt. Auch ein langer Text kann dünn sein, wenn er nur Floskeln aneinanderreiht.
Google nennt in seinen Richtlinien typische Formen: automatisch generierte Inhalte ohne Mehrwert, Affiliate-Seiten, die nur Herstellertexte übernehmen, kopierte Fremdinhalte und Brückenseiten, die lediglich auf andere Angebote weiterleiten.
Zusätzlich lohnt der Blick auf die Seitenzahl im Verhältnis zum Traffic: Hat eine Website tausende indexierte Seiten, von denen nur ein Bruchteil Besucher erhält, ist das ein Hinweis auf überflüssige Inhalte.
Woran man dünne Inhalte erkennt
Hinweise liefern Seiten mit sehr wenig Text, Dutzende nahezu identische Unterseiten, etwa Ortsseiten mit ausgetauschtem Städtenamen, sowie Kategorien ohne eigenen Inhalt. In der Google Search Console tauchen solche Seiten oft als „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ auf, weil Google sie für nicht wertvoll genug hält.
Ein weiteres Indiz ist Duplicate Content im Bestand: Wenn viele Seiten dieselbe Frage beantworten, schwächen sie sich gegenseitig.
Bedeutung für SEO und Vorgehen
Dünne Inhalte verbrauchen Crawling-Kapazität und können die Bewertung einer ganzen Domain drücken. Wer eine Domain mit SEO-Agentur auf Autopilot aufbauen und skalieren will, sollte Qualität vor Menge setzen, denn Masse ohne Substanz erzeugt genau dieses Risiko.
Zur Behebung gibt es drei Wege: Seite ausbauen, mit einer thematisch verwandten Seite zusammenführen und per 301 umleiten oder auf noindex setzen beziehungsweise löschen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob die Seite ein eigenes Suchbedürfnis bedient.
Beispiele aus der Praxis
Ein Onlineshop übernimmt für Hunderte Artikel die Beschreibung des Herstellers unverändert. Die Seiten sind inhaltlich identisch mit denen vieler Wettbewerber und bieten keinen eigenen Grund, bevorzugt zu werden. Hier hilft es, Beschreibungen um Erfahrungen, Vergleiche, Maße oder Anwendungshinweise zu ergänzen.
Ein zweites Muster sind Ortsseiten, bei denen nur der Stadtname getauscht wird. Sinnvoller sind wenige Seiten mit echten lokalen Angaben als viele leere Hüllen.